Village im Dritten, BF 7

Bauträgerwettbewerb, Fixstarter

Wien 3

2021

Situation
Village im Dritten ist ein neu entwickeltes Quartier zwischen Landstrasser Gürtel im Süd-Westen und der Otto Preminger Strasse im Nord-Osten, mit einem Park für alle in der Mitte. Zum Gürtel schirmt der Gürtelbogen – ein zweigeschossiger Geschäfts- und Gewerbebau mit öffentlichen Nutzungen und Schallschutzfunktion – die dahinter liegenden Wohnbauten der Baufelder 5 – 8 zum Gürtel ab. Baufeld 7 liegt zentral hinter der mittigen Durchfahrtsöffnung des Gürtelbogen in die Quartierstrasse. Die Quartierstrasse wird der städtische Schwerpunkt des neuen Viertels werden.

Die städtebauliche Figur von Baufeld 7 ist ein höhendifferenziertes, zum Park hin offenes U. Der nord-östlich gelegene Hof wird hier von einem überhohen freien Erdgeschoss bis zur Quartierstrasse erweitert, damit wird eine Verbindung zum Park hergestellt. Eine vertikale Ausnehmung des Baukörpers an der Quartierstrasse über dem freien EG trennt die Baumasse in zwei gleichwertige Volumen auf (Schema). Diese Öffnungen nach Süd-Westen lassen speziell bei tiefstehender Wintersonne das Licht bis in den verschatteten Hofbereich durchkommen.

Erdgeschoss
Positive Erfahrungen der Wohnanlage In der Wiesen werden erneut eingesetzt: durch das freie Erdgeschoss mittig im Baukörper wird eine klare Adressbildung mit einem grosszügigen überdachten Vorbereich, Durchblick in den Park und Möglichkeiten zum Abstellen von Fahrrädern geschaffen. Für den Schallschutz wird eine überlappende Glasfront zum Hof eingebaut. An der Front zur Quartierstrasse befinden sich am Strassenniveau Büroräume, die nach Bedarf von den Bewohnern zugemietet werden können.

Der Übergang vom höher gelegenen begrünten Wohnhof hinunter zum Park wird von der Landschaftsplanung mit einer grosszügig Richtung Park aufweitenden Treppe thematisiert. Die Wohnungen im Erdgeschoss sind gegenüber dem Hofniveau angehoben. 2-geschossige Wohnungen mit Möglichkeit der Gewerbenutzung im EG ergänzen die urbane Vielfalt des Gürtelbogens.

Freiflächen auf Geschossebenen
Die Höhenstaffelung der Baukörper gibt die Möglichkeit für einen gut besonnten und orientierten Kinderspielplatz am Dach über dem 5. OG, ohne direkte Beeinträchtigung von Wohnungen. Am dritten OG entsteht eine stark durch Grüngestaltung geprägte Allgemeinterrasse, welche die Hofgestaltung auf höherem Niveau fortsetzt.

Wohnungskonzept
Um die Verkleinerung der Grundrisse zu kompensieren, sind die Gebäude im Bereich der Wohnungen so konzipiert, dass ein umlaufendes schmales Loggienband erweitert mit Balkonflächen je Wohnung, zusammen mit einer durchgängigen Verglasung der Wohnungen Aussicht, Licht und Offenheit in der dichten städtischen Bebauung schafft. Die Baukörperkonfigurationen lassen einen grossen Anteil an über Eck orientierten Wohnungen mit grossen privaten Aussenbereichen entstehen. Die teilweise aufgelöste Stützen-Deckenkonstruktion lässt auch eine spätere Veränderung der Nutzungsstruktur zu.

Bauherren:
Heimbau &
Altmannsdorf und Hetzendorf

Bauträgerwettbewerb,
Fixstarter

Gesamtprojekt mit Dietrich  | Untertrifaller Architekten

Team ARTEC Architekten:
Bettina Götz und Richard Manahl
Projektleitung: Björn Wilfinger
Michael Hafner, Patrick Pregesbauer, Jun Wook Song, Gerda Polig
Sedef Kücükandac

Fotografie:
ARTEC Architekten (Modell)

Modellbau: Roland Stadlbauer

Renderings:
Zoom VP

in Planung
 

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Landschaftsplaner: Auböck + Kárász, Wien
Statik: gmeiner| haferl & partner zt gmbh, Wien
Bauphysik: K2 Bauphysik, Wien
Haustechnik: Gebäudetechnik Krainer GmbH, Wien
Elektroplanung: Elektrotechnik Wunderl ZT GmbH, Wiener Neustadt
soziale Nachhaltigkeit: realitylab GmbH, Wien

Planungsbeginn: 2021
Baubeginn: 2022
Fertigstellung: 2024

Grundstücksfläche: 3.717,00 m² (Gesamtprojekt ARTEC / DUA)
Bebaute Fläche: 3.118,80 m²
Bruttogeschoßfläche gesamt: 15.645,35 m²
Bruttogeschoßfläche oberirdisch: 13.643.88 m²
Nutzfläche: 9.974,01 m²