Berresgasse

Wien 22

2018

In fünf längslaufenden Schichten angeordnet, interpretiert der städtebauliche Entwurf die Voraussetzungen der Flächenwidmung mit einer dichten Anordnung von schlanken Turmvolumina in einer frei wählbaren, zugleich aber streng rationalen Abfolge von Erschließungszonen, Nutzflächenvolumina und privaten Freiräumen. Diese vertikalen Schichten werden baulich durch die horizontalen Decks eines Bausystems definiert. Der Anteil horizontaler Freiräume (Loggien und Balkone, Laubengänge und Dachterrassen) ist über die gesamte Gebäudestruktur gleichmäßig und durchgehend verteilt.

 

Jede Wohn- und Arbeitseinheit hat privilegierten Zugang zu einer für den sozialen Wohnungsbau außergewöhnlich großen privaten Freifläche. Der Übergang zwischen Innen und Außen entlang der transparenten Längsfassaden der Gebäude ist fließend, jede Wohnung ist mehr als ¼ größer als ihr umbauter Grundriss.

 

Das Bausystem mit seiner offenen Plattformbauweise ohne tragende Scheiben und Außenwände ist die Grundlage einer dauerhaft hybrid (um)nutzbaren Gebäudestruktur. Die Mehrzahl der Nutzeinheiten weist eine lichte Raumhöhe von 2,80m und mehr auf. Der Bau kann dadurch fast jede übliche Nutzung aufnehmen, bis hin zu maximal großen, offenen Raumstrukturen innerhalb der vorgegebenen thermischen Hülle, und erlaubt auch ein Freiräumen von Geschossen, wenn erforderlich.


Text: SMAQ

Bauträgerwettbewerb
Fixstarter

Bauherr:

Gesamtprojekt und Generalplanung:
SMAQ GmbH (ARTEC Architekten, wup wimmerundpartner ZT GmbH, raum & kommunikation GmbH)

Team ARTEC Architekten:
Bettina Götz und Richard Manahl
Johannes Giselbrecht, Héctor Farré Cortada, Jun Wook Song
Modellbau: Esther Eichhorn, Matthias Numberger, Emanuel Spurny

in Planung