Turnsaalzentrum Kriehubergasse

Wettbewerb, 1. Rang

Wien 5

2022

Das Sportzentrum für die Schule in der Kriehubergasse wird auf drei Ebenen in direktem Zusammenhang mit den Niveaus des Schulgebäudes angelegt:

am Erdgeschossniveau der Schule liegen die Aussensportanlagen insgesamt auf einer Ebene,

am Untergeschossniveau der Schule werden in den zur Verfügung stehenden Bestandsräumen Garderoben untergebracht, die Erschliessung der vier Turnsäle erfolgt hier,

und im zweiten UG liegen die Turnsäle und zugeordnet die Geräteräume.

Für die Belichtung der Turnsäle gliedern auf der Erdgeschossebene drei Oberlicht-Laternen die Sportflächen, definieren den Zugang (mit Einblick in die ersten Säle), und gestalten den Abschluss zur Strasse.

Der Zugang zum Turnsaalzentrum wird in den ausgesparten abgesenkten Hof des Bestandsbaus eingebaut, was eine direkte Anbindung vom Schulgebäude auf beiden Ebenen erlaubt. Die Nebenfunktionen Müllraum, und Abstellraum für die Aussengeräte bilden zusammen mit dem Vordach des Zugangs eine Definition am Erdgeschossniveau und einen Sockel für die ungelöste Situation der freistehenden Feuermauern aus.

Die Lage der grossdimensionierten Laternen einmal längs über zwei Turnsäle, einmal quer an den Stirnwänden zweier Säle, und entlang der Turnsaalerschliessung ergibt zusammen mit der im Rücksprung des Bestands eingebauten Laterne des Zugangs einen reizvollen Wechsel von Lichteinfall über den Tagesablauf und Aussicht in die angrenzenden Bäume und den Strassenraum. Das grosse Volumen im Untergrund erhält damit eine zurückgenommene, aber präzise oberirdische Präsenz.

Die Anordnung des gesamten Turnsaalprogramms als kompakter Block mit minimaler Oberfläche, mit Längserschliessung, Geräteräumen und Technik vollständig unter Niveau schafft hervorragende, stabile klimatische Bedingungen, die präzise gesetzten und dimensionierten Laternen bringen ausreichend Tageslicht für den Schulbetrieb und natürliche Lüftungsmöglichkeit in die grossen Räume. (Klima aktiv Silber wird erreicht)

Die Sportanlage in der Aussparung des gründerzeitlichen Blocks, zum Blockinneren gerahmt von grossen bestehenden und zahlreichen neu gepflanzten Bäumen, wird durch wenige und geometrisch einfache lineare Elemente in Portalhöhe mit dem Bestandsbau in Beziehung gesetzt und im Strassenraum akzentuiert.

EU-weiter, offener einstufiger Realisierungswettbewerb,
1. Rang

Bauherr:
Bundesimmobiliengesellschaft m. b. H.

Team ARTEC Architekten:
Bettina Götz und Richard Manahl
Gerda Polig, Johannes Gieselbrecht, Jun Wook Song, Patrick Pregesbauer

 

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Nutzfläche:  2.228 m2
Bruttogeschoßfläche gesamt: 3.488 m2
Rauminhalt: 20.134 m3
Freiflächen gesamt: 2.200 m2