Wohnhochhaus Seestadt Aspern II

Wettbewerb

Wien 22

2016

Wohnstapel

Der Wohnstapel Aspern besteht aus vier gestapelten „Einzelbausteinen“, die jeweils ihrer Höhenlage entsprechend spezifisch ausgeformt werden:

1. Baustein Sockel:

Er umschließt das Baufeld entlang der Janis Joplin Allee und der westlichen Baufeldgrenze. Nach innen wird so ein gefasster, öffentlicher Raum aufgespannt, der ein adäquates Entree bildet. Der Sockelbaustein enthält luftige (Wohn)Einheiten, auf drei Ebenen, möglichst nutzungsneutral organisiert. So ist einerseits eine angemessene Wohnnutzung möglich, andererseits bleibt eine zukünftige öffentlichere oder kommerzielle Nutzung möglich. Als Freiräume erhalten die Einheiten einen Atriumhof, der auch der Belichtung der inneren Raumbereiche dient.

2. Baustein: Wohnen mit umlaufenden Freibereichen und „kommunikativer Mitte“:

Die Erschließungsbereiche des viergeschossigen Bausteins kommunizieren über einen Luftraum und gemeinschaftliche Aufenthaltsbereiche. Es entsteht eine kleinteilige Nachbarschaft, die die Entwicklung eigener Individualitäten in den „Einzelbausteine“  fördert. Kompakte Nassbereiche im Kern, neutrale Zimmerstrukturen und Schaltflächen lassen eine flexible Nutzung zu.  Die vorgelagerte, durchgehende Loggienzone macht die kompakten Wohnungen großzügig.

3. Baustein: Wohnen mit Aussicht zum See und zur Stadt:

Die Erschließungszonen bieten in jedem Geschoss Aussicht in beide Richtungen, im untersten Geschoss dieses Bausteines befinden sich zwei großzügige Wintergärten, einmal zum See- einmal zur Stadt, jeweils mit vorgelagertem Freibereich. Im Zentrum des Hauses gelegen, ist hier der Treffpunkt für alle Bewohner.  Die Freiräume der Wohnungen sind ost- oder westseitig orientiert, kompakte Nassbereiche, neutrale Zimmerstrukturen machen unterschiedliche Nutzungen möglich.
 

4. Baustein- Schlussbaustein: Wohnen in zwei Himmelsrichtungen

Die vier Geschosse des Schlussbausteines werden entsprechend ihrer besonderen Lage für größere Wohnungen genutzt.  Immer in zwei Richtungen orientiert, thematisieren sie die nur in einem Hochhaus mögliche Panoramasicht über die Stadt.  Durch das Stapeln der unterschiedlich großen Bausteine, entsteht eine weitere Dachterrasse, die mit einem allgemein nutzbaren „Teepavillon“ für alle Bewohner zugänglich ist.

Die Stapelung dieser Einzelbausteine erzeugt ein neues, differenziertes Ganzes, welches jedoch durch die äußerste Kompaktheit der Bestandteile konstruktiv und ökonomisch einfach bleibt.

nicht offener Realisierungswettbewerb

Auslober: Entwicklung Baufeld Omega

Team ARTEC Architekten:
Bettina Götz und Richard Manahl
Josef Schröck, Gül Cakar, Irene Charles Gaspar, Sandra Crisafulli
Emmanuel Parkmann
Michael Murauer
Melanie Aichinger, Alexandar Marinov

Fotografie:
ARTEC Architekten (Modell)