Gas- und Dampfheizkraftwerk Klingenberg

Wettbewerb

Berlin / Deutschland

2012

Die Gestaltung der Neubauten des Kraftwerks Klingenberg orientiert sich zuerst an Haltung und Ausdruck der Bauten von Georg Klingenberg aus den 20-er Jahren des vorigen Jahrhunderts.
Hier wurde ein Kraftwerksbau als gestalterisches Ensemble begriffen und realisiert, dessen zurückhaltende Eleganz Massstab für den Neubau bilden muss.

Das primäre Gestaltungselement der vertikalen Gliederung der Klinkerbauten wird in die Metallfassade übernommen. Wechselnder Sonnenstand und Blickwinkel schaffen unterschiedliche Erscheinungen der Fassadenflächen.
Zusätzlich wird eine „Skalierung“ der Gebäude in der Höhe vorgenommen, mit steigender Paneelgrösse bei grösserer Distanz zur Stadtebene. Die mehr oder weniger „zufälligen“ Volumen der Anlage werden dadurch zu horizontal gelagerten Schichten zusammengefasst (Sockel 5m, erste Höhenschichte 10m, zweite Höhenschichte 15m, dritte Höhenschichte 25m).

Der Sockel wird durchgängig aus gestocktem, unbehandeltem Beton hergestellt (Hochdruckstrahlabtrag).
Ab der Sockelhöhe wird für sämtliche Gebäude eine hinterlüftete Metall-Leichtkonstruktion vorgeschlagen: vertikale Lisenen, zweifarbig (T-Profil, eine Seite schwarz, andere Seite weiss), dazwischen einfache Aluminiumplatten, silberfarben, matt gebürstet. Wo Fensterelemente oder Lüftungen nötig sind, ersetzen diese die Aluminiumplatten. Die vertikalen Lisenen werden in diesen Bereichen durchgezogen.
Die nicht-bunte Verschiedenfarbigkeit von plastischen Fassadenelementen und den Hintergrundpaneelen wird als adäquates und zeitgemässes Pendent zur materialbetonten Präsenz der Ziegelbauten gesehen.

 

 

nicht offener Wettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren

Auslober:
Vattenfall Euorpe Wärme AG

Team ARTEC Architekten:
Bettina Götz und Richard Manahl
Jun Wook Song, Josef Schröck, Gül Cakar, Anne-Laure-Gerlier, Sandra Crisafulli, Gerda Polig, Björn Wilfinger

Landschaftsplanung: atelier le balto, Berlin