ARTEC Architekten

Raxstrasse, Wien 10 I Bauteil ARTEC Architekten I win4wien







Foto, copyright: Bruno Klomfar, Wien


Bauträger:
win4wien + Gesellschafter

Architekten:
ARTEC Architekten, Am Hundsturm 5, 1050 Wien
Bettina Götz und Richard Manahl
Mitarbeiter Planung:
Gerda Polig, Projektleiterin Ausführung; Heinrich Büchel, Michael Ivancsics, Ronald Mikolics, Michael Murauer, Björn Wilfinger, Anna-Maria Wolf; Jun Wook Song (Visualisierung)
Gül Cakar, Teresa Klestorfer (Modell)
Wettbewerb:
Heinrich Büchel, Johannes Giselbrecht, Michael Murauer;
Wolf Deucker, Kathrin Schelling (Modell)

Landschaftsplanung:
Auböck/Karasz, Wien

Statik, HKLS:
Mischek Ziviltechniker GmbH, Wien

Bauphysik:
Schöberl + Pöll, Wien

Brandschutzplanung:
Alexander Kunz, Maria Enzersdorf, NÖ

Verkehrsplanung:
Rosinask + Partner, Wien

Gesamtprojekt:
ARTEC Architekten / Architekt Krischanitz / Lainer + Partner


Planungsbeginn 2008
Baubeginn 2010
Fertigstellung 2013

Grundstücksfläche 12.824 m2 (Gesamtprojekt ARTEC / Krischanitz / Lainer)
Bebaute Fläche 2.337 m2
Bruttogeschossfläche 13.894 m2 (über Niveau)
Bebauungsdichte 3,35 (Gesamtprojekt, alle 3 Bauteile ARTEC/Krischanitz/Lainer)
Nutzfläche 8.207 m2 (110 Wohnungen) 1.836 m2 (Geschäftsfläche), 10.043 m2


Die Struktur der Bebauung wird von einem gemeinsamen Auftritt der 3 Architekten an der Raxstrasse - analog zum historischen Ansatz der Gründerzeitstadt - individuell in die Tiefe entwickelt.
Es entsteht ein heterogenes, abwechslungsreiches Erscheinungsbild im Straßenraum, welches die differenzierte Baustruktur im Inneren spiegelt.
Aus dem Grundansatz von drei ost- west orientierten Baukörpern werden drei individuelle Architekturen entwickelt, die spannungsreiche Freiräume bilden und so aus der hohen Dichte urbane Raumqualitäten generieren.
Eine intelligente Durchwegung im Freien sowie durch die Gebäude hindurch (EG Bauteil K) und das Platzieren unterschiedlicher Gemeinschaftsangebote unterstützt die Quartierbildung und Identitätstiftung für die Bewohner.

Städtebau:

Die Durchmessung des gesamten Grundstückes von Norden nach Süden durch die Baukörper erfolgt einmal als pfeilförmige Randbebauung im Westen als monadische Inselbebauung im Osten und als säulenförmige Mittelbebauung.
Jeder der Baukörper generiert prägnante unterschiedliche Raumformen mit jeweils spezifischer Außen sowie Binnencharakteristik. Es entstehen damit konkret gefasste Zwischenräume mit unterschiedlichen „Durchflussgeschwindigkeiten“.
Die Setzung des Nichtgebauten erhebt dieses Dazwischen zum gefassten Raum und mutiert damit zur urbanen Landschaft. Der Duktus der Abfolge von offen und bebaut, öffnet und schließt das Quartier je nach umgebenden Kontext und innerer Belichtungslogistik.
Die schrägen, gekrümmten und winkeligen Quartierwände stellen einerseits den zentralen Inhalt, das Wohnen dar, bilden jedoch andererseits den räumlichen Abschluss für die Freiräume. Das Spiel zwischen Filigranität und Kompaktheit der Volumen wirkt einerseits maßstabsbildend und ermöglicht andererseits die Entwicklung energieeffizienter Gebäude, als Passivhäuser (Bauteil K und L) und verbessertes Niedrigenergiehaus (Bauteil A).

Bauteil A, ARTEC Architekten:

Ein Gebäude als neutral nutzbare, flexibel unterteilbare urbane Struktur:
Nichttragende Zwischenwände und Raumhöhe 2,6 m in den Regelgeschossen sorgen für langfristige Möglichkeiten einer Nutzungsveränderung des Gebäudeinhalts.
Die Haupterschließung erfolgt über zwei Erschließungskerne an den straßenseitigen Enden, verbunden durch oberlichterhellte Hallen und breite seitenbelichtete Gangzonen.
Die Ecke Raxstraße / Gussriegelstrasse wird durch das überhöhte (als Zugang zur allgemeinen Dachterrasse), gläserne Stiegenhaus betont.
Die Wohnungen sind eingeschossig und nach außen entlang der gesamten Fassadenlänge mit einer Loggienzone als variablem „Filter“ zu Straße und Umgebungsbebauung umgeben.
Der äußerste Abschluss ist „weich“: lichtdurchlässiges Metallgewebe als Brüstungen und verschiebbare Metallvorhänge in Teilbereichen der Loggien machen das Gebäude leicht und textil. Die Wohnungen in den obersten Geschossen sind als Maisonetten geplant, damit ein möglichst hoher Anteil der Wohnungen Dachterrassenqualitäten erhält.
Eine allgemein nutzbare Dachzone („Sonnendeck“, im südlichen Gebäudebereich) mit intensivem Grün als Abgrenzung zu den Individualterrassen ist Aussichtsplattform auf der Höhe des Wienerbergs.
Über den Großteil der Erdgeschossfläche sorgt eine Geschäftszone mit Raumhöhe 4,4 m für attraktiven Straßenraum.

Presse

ORIS 88, 2014. ORIS d.o.o., Zagreb. “New programs make new architecture possible”
a+u, nr. 525, Juni 2014
Architektur Aktuell, Wien, 5. 2014. Isabella Marboe: "Leuchtturm mit Aussicht“
Archithese 5. 2013, Zürich. Florian Dreher: “Big and Cool. Wohnmaschine oder Groundscraper”
Die Presse, Spektrum, Wien, 13. 4. 2013. Christian Kühn: "Licht von unten"

Wettbewerb

Bauträgerwettbewerb 2008, 1. Preis
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