ARTEC Architekten

generationen wohnen am muehlgrund, Wien 22 I BUWOG






Fotos, copyright:
Bruno Klomfar, Wien. www.klomfar.com
ARTEC Architekten


Bauträger:
BUWOG, Bauen und Wohnen GmbH
Hietzinger Kai 131, 1130 Wien

Architekten
ARTEC Architekten, am Hundsturm 5, 1050 Wien
Bettina Götz, Richard Manahl
Mitarbeiter:
Björn Wilfinger, Projektleiter Ausführung; Ronald Mikolics, Michael Murauer, Anna-Maria Wolf; Jun Wook Song (Visualisierung)
Aniko Horvathova, Kathrin Schelling, Wolf Deucker (Modellbau);
Nina Fessler, Panajota Panotopoulou, Anna-Maria Wolf, Irene Yerro; Fabian Lorenz (Modell)
(Wettbewerb)

Landschaftsplaner:
Auboeck + Karasz,
Bernardgasse 21, Wien

Statik:
Dr. Ronald Mischek ZT GmbH, Wien

Haustechnik, Bauphysik:
Käferhaus GmbH, Langenzersdorf

Bauphysik:
Schöberl & Pöll OEG, Wien

Konsulentin:
Michaela Mischek, Wien

Planungsbeginn 2007
Baubeginn 2010
Fertigstellung 2011

Grundstücksfläche 2.578 m2
Bebaute Fläche 1.593 m2 (1.431 o.i., 1.520 u.i.)
Bruttogeschossfläche 9.542 m2 (7.556 o.i. + 1.986 u.i.)
Kubatur 31.016 m3 (23.857 o.i. + 7.159 u.i.)
Nutzfläche 5.126 m2


Die U-Bahnlinie 2 ausgehend vom Karlsplatz bis über die Donau geführt, überquert den Bahnhof in Stadlau. Direkt dahinter liegt die gleichnamige U-Bahnstation. Die Trasse danach, ost-west verlaufend und noch getrennt in Hochlage geführt, befindet sich in 12 m Höhe. Parallel gesetzt, im Süden der Trasse, mit Abstand von 8 – 12 m liegt der Bauplatz für den 7-geschossigen, 90 m langen und 15 m tiefen Baukörper, festgelegt nach einem städtebaulichen Wettbewerb. Der Längsriegel, mit minimalem Gundstück rund ums Gebäude, schirmt die niedrige, ebenfalls neu entstandene Bebauung im Süden davor ab.

Die Situation, mit den "Säulen von Karnak" im Norden und einer ruralen Flachsiedlung im Süden führt zu einem erweiterten Typ eines Laubenganghauses mit Erschliessungen an beiden Enden des Gebäudes: ein Mantel aus einer vertikal geknickt für Lichteinfall und -Streuung entwickelten, und nach oben mit Fensteröffnungen perforierten Metallwand umschliesst das Gebäude zur U-Bahn und an den Stirnseiten. Dadurch entsteht eine Halle im thermischen Volumen des Bauwerks (das als Passivhaus ausgeführt ist) mit besonderer Ausprägung: lang, schmal und hoch, mit unterschiedlichem Lichteinfall und wechselnden räumlichen Erlebnissen.
Eine Kaskadenstiege in der schmalen Schichte zwischen Wohnungsgang und Metallwand führt vom westlichen Hauptzugang bis in die oberste Etage. Dazwischen ist ein vertikaler Garten mit 1000 Pflanzen in 11 sieben m langen Trögen aus Betonfertigteilen eingebaut, mit Seilverspannung zum räumlichen Entwickeln verbunden. Die Wohnungsgänge sind jeweils vor den Wohnungszugängen als Nische ums doppelte erweitert. Eichenholzfenster zwischen Wohnungen und Halle dienen zur Belichtung und zum Ausblick auf den inneren Garten.
Am Dach ersetzt eine Allgemeinterrasse, in grüne Felder eingebettet, den fehlenden Aussenraum im Erdgeschoss.

Die Wohnungen, hauptsächlich später zusammenschaltbare kompakte 2-Zimmertypen mit durchgehender Loggienzone vor der Fensterfront und eigens entwickeltem raff- und verfahrbarem Sonnenschutz in der Geländerebene, sind sämtlich nach Süden orientiert.
Im Erdgeschoss ist eine Pflege-Wohngemeinschaft mit grosser Terrasse angesiedelt. Die Wohnungen im erhöhten Erdgeschoss sind verbunden mit einem zusätzlichen, direkt von aussen zugänglichen Bereich für Arbeiten, Studio, Praxis etc. Hier gibt es ausserdem einen Allgemeinraum für die Bewohnerschaft, eingerichtet mit einem grossen Kochmöbel und auch von aussen zugänglich.
Die Wohnungen der obersten zwei Geschosse sind gleichfalls zweigeschossig ausgebildet, mit Terrassenflächen auf beiden Ebenen.

Presse

a+u, nr. 525, Juni 2014
WIEN VIENNA PLUS, Aspekt: Architektur und Energie. Herausgegeben von MA 20, Wien, 2013
Archithese 5. 2013, Zürich. Florian Dreher: “Big and Cool. Wohnmaschine oder Groundscraper”
fassadentechnik 2/13, Hamburg
QUER, Nr. 2/2013, QUER-Verlag, Wien. Doris Lippitsch und Wolf D. Prix: Wien wo und wohin?
Green Buildings, Sustainable Technologies Magazine, 04 / 12, Moskow
MONITOR, nr 69, 2012
Baumeister, Nr. 12, Dezember 2012, München. Franziska Leeb: „Plissee an der Peripherie“
Zement + Beton, 5_12, Wien 2012
H.O.M.E, Juli / August 2012, Berlin
Der Standard, Wien, 6. 6. 2012. Wojciech Czaja: „Ein Wintergarten für alle“
MARK, 38, june/july 2012, Frame Publishers, Amsterdam. „ARTEC goes green“
DOMICO Report, 05/2012, DOMICO Vöcklamarkt
Energie:bau, 3/2012, Wien. Birgit Koller: „Die hängenden Gärten der Lobau“
Die Presse, Spektrum, Wien, 25. 2. 2012. Christian Kühn: "Draussen an der U-Bahn"

Preise

Staatspreis für Architektur und Nachhaltigkeit 2012, Nominierung
klima:aktiv gebaut, Objekt des Monats 2 / 2012

Wettbewerb

Bauträgerwettbewerb, geladenes Verfahren, 1. Preis
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